Aqua-Andy Schriftzug
Presse

neun7 und Main-Post: Artikel vom 14.08.2008
Von Viktoria Simshäuser www.main-ding.de/neun7/


Stubenreiner Drache in Volkach



Greeny wartet im Garten“, sagt Andreas Flößer zur Begrüßung. „Er sonnt sich, bis er grün ist.“ Aha, denkt man und will schon fragen, da sagt er: „Grüne Leguane wie Greeny stammen aus Süd- und Mittelamerika. Wenn sie Wärme brauchen, werden sie schwarz, so nehmen sie mehr Wärme auf. In der Sonne werden sie dann wieder grün.“ Wenige Meter weiter, auf dem Terassengeländer, sitzt ein halb grün, halb schwarz gefärbter Mini-Drache. Er legt den Kopf schief. Andreas Flößer setzt ihn auf die Wiese, sofort macht sich die Echse auf die Suche nach Löwenzahnblüten. Greeny ist Vegetarier, Blüten sind seine Lieblingsspeise, neben Himbeeren. Während man sich mit seinem Besitzer unterhält, macht der Leguan keinerlei Anstalten, aus dem Garten zu verschwinden. Volkach ist Greenys Revier. Er kennt nichts anderes, ist hier groß geworden. „Wir gehen oft Gassi, er ist sehr brav und haut nicht ab“, sagt Andreas Flößer. Auch in der Wohnung kann der kleine Drache sich völlig frei bewegen. Ins Terrarium geht er nur, wenn er mal muss, er ist zu 99 Prozent stubenrein. 100 Prozent Greeny-gerecht hat Andreas Flößer sein Zuhause eingerichtet, mit dicken Kletterseilen etwa, die sich quer durch den Raum spannen. Kein Problem für den 31-Jährigen. Aquarien und Terrarien einzurichten, sie zu verkaufen und ihren Besitzern bei der Pflege zu helfen, ist sein Beruf. Er hebt den grünen Leguan vom Rasen auf und setzt ihn sich auf die Schulter. „Dank Greeny lebe ich seit zehn Jahren im Grunde selbst in einem Terrarium“, sagt er, „aber er hat einen genialen Charakter. Und ohne ihn kann ich's mir kaum noch vorstellen.“

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Main-Post: Artikel vom 28.12.2005
Von Daniel Barrera Gonzalez


Privatzoo mit eigener Philosophie



Volkach Mit reichlich ungewöhnlichen Mitbewohnern teilt sich Familie Flößer aus Volkach das Haus und den Garten. Der Sohn, ein passionierter Rosenzüchter, Aquarianer, Reptilien- und Insektenfreund, sammelt, züchtet und umsorgt seit seiner Kindheit so ziemlich alles was kreucht, fleucht und wächst.


"Angefangen hat meine Leidenschaft und Faszination für Tiere mit meinem ersten Aquarium, als ich acht Jahre alt war", sagt Andreas Flößer. Von da an war er infiziert und ist es bis heute geblieben. Mehr noch, er hat geschafft, wovon viele nur träumen und sein Hobby zum Beruf gemacht. Inzwischen ist er - neben seiner Arbeit als Verkäufer in einer Würzburger Tierhandlung - mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig und vermietet Aquarien an Privatpersonen oder Geschäftsleute, Instandhaltung und Pflege inklusive.

Besucht man den 28-Jährigen im ersten Stock seines Elternhauses in Volkach, braucht man vor allem Unerschrockenheit und Geduld. Es erwarten einen nicht nur unzählige Stabheuschrecken, Lebendes-Blatt-Schrecken, Vogelspinnen, Schleimalgen und Flusskrebse, sondern auch ein enthusiastischer Experten-Vortrag. Andreas Flößer ist in seinem Element. Er berichtet von der ungeschlechtlichen Fortpflanzung der verschiedenen Schnecken, von den komplizierten Vorgängen bei der Nährstoffanreicherung eines wirklich artgerechten Süßwasser-Aquariums oder aber von seinem Versuch, "barschtaugliche" Guppies zu züchten.

Auch wenn der interessierte Leihe nicht alles versteht und behält, so wird ihm dennoch klar: Andreas Flößer ist keineswegs nur ein "Tier-Freak" mit einem Spleen. Hinter all dem Aufwand, den die tägliche Fütterung, Säuberung und Beschäftigung mit seinen Schützlingen verlangt - mindestens drei Stunden am Tag - steckt eine ganz eigene Philosophie des Volkacher. Die wird deutlich, wenn er entgeistert feststellt: "Ich kann nicht verstehen, dass sich Leute Schnittblumen oder einen gefällten Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer stellen, nur um denen dann beim Sterben zuzusehen. Ich möchte die Natur wachsen sehen."

Artgerechte Wohnbedingungen



So achtet er peinlich genau auf wirklich artgerechte Wohn- und Lebensbedingungen seiner "Haustiere", versucht ausschließlich Futter zu verwenden, das entweder von ihm selbst oder einem Landwirt seines Vertrauens erzeugt wurde und lehnt unsinnige, widernatürliche Zuchtversuche nach menschlichen Idealvorstellungen strikt ab.

Der Höhepunkt des mehrstündigen, privaten Zoobesuchs bei den Flößers ist "Greeny", eine lateinamerikanische Echse mit wissenschaftlichem Namen "Iguana Iguana". Sie verbringt die meiste Zeit auf der eigens installierten "Greeny-Autobahn", einem quer durchs Zimmer gespannten, armdicken Seil. Der reine Vegetarier ist mit seinem imposanten Schwanz und dem eindrucksvoll gefärbten Schuppenkleid der unangefochtene Star des Ensembles und begeistert mit einem echten Mini-Dino-Effekt.

Bei all der Bewunderung, die Andreas Flößer für exotische und einheimische Tiere und Pflanzen hat, ist es ihm dennoch eine Herzensangelegenheit geblieben, nur wirklich interessierten und ausdauernden Tierfreunden zur Anschaffung zu raten.
Er weiß am besten, wie viel Disziplin und Hingabe nötig ist, um einem Tier in Gefangenschaft ein angenehmes Leben zu ermöglichen.

Geheimtipp: Bartagame


Für die, die sich sicher sind für die Freude, die einem ein Haustier gibt, Entbehrungen in Kauf zu nehmen, hat Andreas Flößer einen Geheimtipp: die Bartagame. Sie ist seiner Meinung nach, ein außergewöhnliches und exotisches und auch genügsames und unkompliziertes Reptil, das als tagaktiver Einzelgänger ohne zu großen Aufwand gehalten werden kann.